Deutscher Radiopreis 2015

Im sechsten Jahr des Bestehens des Deutschen Radiopreises gingen so viele Bewerbungen ein wie noch nie. 137 Programme schickten in diesem Jahr ihre besten Produktionen und Protagonisten ins Rennen und beteiligten sich mit insgesamt 366 Einreichungen am Wettbewerb (2014: 361), ein neuer Rekord.

Das sind die Sieger

Die Sieger des Deutschen Radiopreises 2015 stehen fest. In der festlichen Gala wurden am Donnerstagabend (3. September) in Hamburg in erstmals elf Kategorien die besten Radiomacher und Hörfunkproduktionen des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Alle Sieger inkl. Begründung der Jury sind hier zu finden.


© Deutscher Radiopreis/NDR & Morris Mac Matzen

Gala-Moderation

Barbara Schöneberger war erneut dabei, als die Trophäen verliehen wurden. Bereits in den Vorjahren führte sie durch die Preisverleihung im Hamburger Hafen und begeisterte Publikum und Kritiker.

Barbara Schöneberger: „Ich finde es klasse, dass wir jedes Jahr die Radiomacher mit einer großen Gala auszeichnen: Sie gehören zur Familie, schuften Tag und Nacht quasi im Hintergrund für uns und dafür wollen wir die Besten beim Deutschen Radiopreis in Hamburg belohnen!“ 

Übertragende Radio- und TV-Sender

Live dabei waren 14 öffentlich-rechtliche und 53 private Radioprogramme. Bei den Öffentlich-Rechtlichen machten mit: Antenne Saar, Bayern 3, Bremen Vier, DRadio Wissen, hr1, MDR JUMP, MDR SPUTNIK, NDR 2, NDR Info spezial, radioBERLIN 88,8, SR 1Europawelle, SWRinfo, SWR 3, WDR 2. Von den privaten Programmen übertrugen: 104.6 RTL Berlins Hitradio, 105‘5 Spreeradio, 89.2 Radio Potsdam, 98.8 KISS FM, 99.3 Radio Frankfurt Oder, alsterradio 106,8 rock'n pop, ANTENNE BAYERN, Antenne Niedersachsen, ANTENNE THÜRINGEN, Berliner Rundfunk 91.4, Clublife.NF, DaineM Radio, delta radio, ENERGY, ENERGY Bremen, Flash-Radio, HaPPyFan-Radio, HIT RADIO FFH, Hitradio MS-One, Hitradio Ohr, HITRADIO RTL SACHSEN, IRABO – Inselradio Borkum, LandesWelle Thüringen, R.SA, R.SH, Radio 21, Radio 7, Radio Chemnitz, Radio Dresden, Radio Erzgebirge, radio ffn, Radio Gong 96,3, Radio Hamburg, Radio Hitwave, Radio Lausitz, Radio Leipzig, Radio Magicmusic, Radio mauma.fm Deutschland, RADIO OSNABRÜCK, RADIO PSR, RADIO SALÜ, Radio Zwickau, RADIO-DD63, News-Radio, Radio-Starpower, RPR1., Rockland Radio, RTL RADIO – Deutschlands Hit-Radio, Ruhrpott Magie, Schwarzwaldradio, teutoRADIO, TMR-Radio.de und Trauerradio.


Im Fernsehen sendeten die Dritten Programme die Gala aus dem Eventcenter Schuppen 52 mitten im Hamburger Hafen zeitversetzt. In der Veranstaltungsnacht (Donnerstag, 3. September auf Freitag, 4. September) übertrugen NDR (22.00 Uhr), RBB (23.30 Uhr), MDR (0.00 Uhr), HR (0.30 Uhr), SWR (0.35 Uhr) und WDR (0.35 Uhr). Am Sonntag, 6. September sendete EinsPlus (20.15 Uhr) und Montag, 7. September, der BR (23.10 Uhr).

Künstler

Auch für Musikfreunde versprach der Deutsche Radiopreis 2015 erneut ein großes Fest zu werden. Bei der Verleihungsgala trat auch a-ha auf. Ebenfalls waren dabei: Sarah Connor, George Ezra, Rea Garvey, Kwabs und Olly Murs.

a-ha

Pål, Morten, Magne von a-ha (v.l.) mit Tina Knop (Antenne Brandenburg - li.) und Julia Wechler (RTL Radio Center Berlin - re.) / © Deutscher Radiopreis/Säger

Die Gruppe a-ha hat weltweit bereits mehr als 80 Millionen Tonträger verkauft. Hits wie ”Take On Me”, „The Sun Always Shines On TV“, „Foot Of The Mountain“ oder „The Living Daylights“ erreichten Top-Ten-Platzierungen in den deutschen Single- und Airplay-Charts. 2010 löste sich die Band vorübergehend auf. Morten Harket, Paul Waaktaar und Magne Furuholmen können aber wohl doch nicht ohne einander: Im September erscheint das zehnte Studio-Album der Band „Cast In Steel“. Morten Harket freut sich schon darauf, die Songs im Radio zu hören: „Radio ist pur! Im Radio hörst du unsere Songs, so wie wir sie gemacht haben. Das ist ein riesiges Privileg für Künstler. Keine Lichtershow und Bühnenqualm und auch keine verrückten Klamotten. Einfach pure Musik.“

Sarah Connor

Sarah Connor (m.) mit Julia Wechler (RTL Radio Center Berlin - li.) u. Tina Knop (Antenne Brandenburg - re.) / © Deutscher Radiopreis/Säger

Für Sarah Connor, einer der musikalischen Topstars der diesjährigen Preisverleihung, ist Radio mehr als nur Musik: „Radio ist Freiheit und Entspannung, ein kleines Tor zur Welt. Morgens in Ruhe Radio zu hören und mitzubekommen, was draußen passiert, das genieße ich jeden Tag“. Sarah Connor wurde 2001 mit der Single „Let’s Get Back to Bed – Boy!“ auf Anhieb ein Star. Songs wie „From Sarah with Love“ und „From Zero To Hero“ verkauften sich millionenfach. Im Mai dieses Jahres veröffentlichte sie ihr Album „Muttersprache“, in dem sie erstmals ausschließlich in deutscher Sprache singt. Die Single „Wie schön Du bist“ ist mit Gold ausgezeichnet und einer der Radiohits des Jahres.

Kwabs

Kwabs (m.) mit Jan Reppahn (YOU FM - li.) und Nico Frühling (Hitradio FFH - re.) / © Deutscher Radiopreis/YOU FM

Kwabena Sarkodee Adjepong oder kurz Kwabs, ist die Pop-Sensation des vergangenen Jahres: Mit seiner Mischung aus Soul, R&B, Elektro und seinem Hit „Walk“ war der britische Singer-Songwriter wochenlang Nr. 1 in den deutschen Airplay Charts. Radiopreise zu verleihen hält er für eine gute Idee: „Ich denke, man sollte das Radio und die Radiomacher, die im Hintergrund stehen, feiern. Denn sie sind der Grund dafür, dass unsere Musik die Menschen erreicht.“ Sein erstes Album „Love + War“ erscheint am 11. September, beim Deutschen Radiopreis stellt er seine neue Single „My Own“ vor.

Olly Murs

v.l.n.r.: Matthias Koch (radio ffn), Olly Murs, Michael Latz (NDR2) / © Deutscher Radiopreis/A. Herzig

Olly Murs ist in seiner Heimat Großbritannien mit mehreren Platin-Alben, vier Nummer-Eins-Hits und unzähligen ausverkauften Konzerten einer der erfolgreichsten Popstars der vergangenen Jahre. „Heart Skips A Beat“, „Troublemaker“ und „Dear Darlin“ sind auch in Deutschland nicht mehr aus dem Radio wegzudenken. „Ich bin sehr stolz darauf, meine Lieder bei euch im Radio zu hören“, sagt Olly Murs. „Ich werde sogar von meinen Freunden angesprochen, die in Deutschland Urlaub machen. Das ist etwas Besonderes.“ Radio ist für Olly Murs der erste Schritt zum Hit: „Radio ist für mich als Künstler unglaublich wichtig. Ich hatte bisher großartige Unterstützung in Deutschland, alle meine Songs liefen wirklich gut. Als Musiker kann man nirgendwo auf der Welt Erfolg haben ohne die fantastische Unterstützung der Radiosender.“

George Ezra

Der 22 Jahre alte Engländer George Ezra hat mit seinem ersten Studio-Album „Wanted On Voyage“ im vergangenen Jahr einen echten Überraschungserfolg gelandet. In Deutschland kletterte es in die Top Ten der Albumcharts und die Singles „Budapest“ und „Blame It On Me“ erreichten Spitzenplätze in den Radiocharts. Trotz des Erfolgs bleibt der Junge aus Bristol mit der überraschend tiefen, bluesigen Stimme auf dem Boden: „Ich hebe doch jetzt nicht ab, nur weil ich Musiker bin. Ich bin nur ein Typ mit einer Gitarre, nicht mehr", sagt er über sich selbst. Sein Song „Budapest“ war in neun Ländern in den Top 10 der Singlecharts. Am 3. September spielt er diesen Hit beim Deutschen Radiopreis.

Rea Garvey

v.l.n.r.: Janine Drynda (Radio Hamburg), Rea Garvey, Kristin Bischof (NDR2) / © Deutscher Radiopreis/Kay Christian Säger

Rea Garvey ist - ob nun solo oder zuvor mit seiner Band Reamonn – seit Jahren Dauergast in den deutschen Charts. Als Solokünstler hat der gebürtige Ire Radiohits wie zum Beispiel: „Colour me in”, „It’s a good life”, oder „Wild love” geschrieben. Radio, sagt er,
sei ein ganz persönliches Medium: „Wenn du deinen Lieblingsmoderator gefunden hast, glaubst du, er spricht nur für dich.“

Für Rea Garvey ist Radio hören wie ein Ausflug nach Hause: „Ich liebe Radio. Ich habe es überall, auch auf dem Smartphone und dem Laptop. Ich höre beispielsweise beim Frühstück irisches Radio, dann weiß ich ganz genau, was in Dublin los ist. So bin ich schon morgens in der Heimat.“ Rea Garveys drittes Album erscheint im Oktober in Deutschland. Die erste Single „Armour“ wird Anfang September veröffentlicht und beim Deutschen Radiopreis zu hören sein.

Radio Kommentatoren

© Deutscher Radiopreis/Frank Siemers

Ein Abend, der sich nur um das Radio dreht, wurde natürlich auch im Radio groß gefeiert. Natürlich stand daher auch in diesem Jahr das gläserne Radiostudio wieder direkt an der Bühne im Schuppen 52. Elke Wiswedel von NDR 2 und Horst Hoof von Radio Hamburg waren ganz nah dran, als die Spannung bei den Nominierten stieg und die Laudatoren schließlich die Preise an die besten Moderatoren oder Reporter überreichten.

Elke Wiswedel, am 3. Mai 1971 in Ründeroth (Nordrhein-Westfalen) geboren, moderiert seit 1999 beim NDR. Während des Studiums war sie bereits als Moderatorin und Reporterin bei Radio Essen, anschließend für radio ffn in Hannover tätig. Wiswedel stieg beim NDR zunächst bei N-JOY ein, seit 2001 ist sie im Team von NDR 2. Aktuell moderiert sie den „NDR 2 Nachmittag“.

Horst Hoof, 1978 in Grünstadt (Rheinland-Pfalz) geboren, ist seit Januar 2007 als Co-Moderator von John Ment in der Radio Hamburg-Morningshow („John Ment und seine Machwacher – Vier für Hamburg“) zu hören. Er ist in der Show für die Verkehrsnews zuständig, erledigt als Außen-Reporter Aufgaben, die ihm die Hörer aufgeben, und präsentiert „Horstigramme“ – selbstkomponierte Songs, die er zum Teil auf Hörerwunsch mit seiner Gitarre vorträgt.

Die Nominierten

Alle Nominerten sind hier zu finden.

Neue Kategorie – „Bester Newcomer“

Öffentlich-rechtliche und private Sender haben den Deutschen Radiopreis gemeinsam ins Leben gerufen. Prämiert werden unter anderem die besten Moderatorinnen/Moderatoren, Reportagen, Radiocomedys und Nachrichtenformate. Neu in diesem Jahr war die Kategorie „Bester Newcomer“.

Übersicht aller Kategorien: 

1. Beste Comedy
2. Beste Moderatorin
3. Bester Moderator
4. Beste Morgensendung
5. Bestes Nachrichten- und Informationsformat
6. Beste Reportage
7. Bestes Interview
8. Beste Sendung
9. Beste Innovation
10. Beste Programmaktion
11. Bester Newcomer

Weitere Informationen zu den Kategorien sind hier zu finden.

Die Jury

Das Grimme-Institut beruft für die Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge eine Jury und bestimmt den Vorsitzenden. Die Jury besteht aus elf Mitgliedern. Die Mitglieder der Jury sind unabhängig und dürfen in keinem Arbeitsverhältnis oder einer entsprechenden Organstellung zu einem der Hörfunkprogramme der ARD, des Deutschlandradios und der privaten Radiosender in Deutschland stehen.

© Jack Ackenhausen/Grimme-Institut

Von links: Marina Riester, Torsten Zarges (Jury-Vorsitzender), Nadia Zaboura, Matthias Lührsen, Inge Seibel-Müller, Wilfried Sorge, Viktor Worms, Frauke Gerlach (Direktorin des Grimme-Instituts), Georg Bergheim, Stefan Kolle, Friedrich Wilhelm Kramer. Auf dem Bild fehlt: Yvonne Malak.

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Aktuelle Pressmitteilungen zum Deutschen Radiopreis sind hier oder auf www.deutscher-radiopreis.de zu finden.

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