Hörer-Spotmotive: Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.

Platz 1: eingereicht von Andreas Strobl aus Wolkertshofen

„Hallo. Dieser Radiospot ist für den Umweltminister. Ich habe in meinem
Puppenhaus alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ausgetauscht,
Fenster mit Wärmeschutzverglasung eingebaut und eine lambdagesteuerte Pelletsheizung installiert, die mit der Solaranlage auf dem Puppenhausdach funktioniert. Wenn Du jetzt mal öfter Fahrrad fährst, kriegen wir zwei das schon hin mit der Klimarettung.“


Platz 2: eingereicht von Rüdiger Geuppert aus München

„Hallo. Dieser Radiospot ist für alle, die gestern auf meiner Geburtstagsparty waren. Weiß jemand, was zwischen 3:00 und 6:00 morgens passiert ist? Wieso ist meine Yucca-Palme blau lackiert? Was macht das Schaf im Bett? Und wer zum Geier hat die Badewanne mitgenommen? Ruft mich doch mal an. Meine Nummer ... hab ich auch vergessen.“


Platz 3: eingereicht von Katrin Kuß aus Frankfurt

Diese Nachricht ist für alle Ehefrauen. Für alle Ehefrauen, die einen Mann haben, der fremd geht. Diese Nachricht ist für alle Ehefrauen, die einen Mann haben, der fremd geht und der Stefan Kramer heißt und meinen Zettel in der Tasche hatte, auf dem ich mich für die tolle Nacht bedankte. Natürlich stand meine Telefonnummer nicht drauf, die kennt Stefan auswendig und nicht nur das. Er kennt auch meine Anschrift, meine Freunde, meine Wohnung, meine Dessous und noch mehr.
Liebe Grüße, die kleine Schlampe


Platz 4: eingereicht von Andreas Posmeck aus Berlin

Hallo, dies ist eine Nachricht für Angela, dies ist eine Nachricht für Angela, Frank-Walter, Wolfgang, Brigitte, Peer, Michael, Olaf, Horst, Franz Josef, Ursula von und zu, Ulla, Wolfgang, Siegmar, Annette, Thomas und Heidemarie - alle beruflich in Berlin für uns tätig.
Geht ja sparsam mit unseren hart erarbeiteten Steuergeldern um – ihr wollt ja wiedergewählt werden. Falls nicht, dann ist demnächst Schluss mit lustig – kein kostenloser Chauffeur mehr, keine Flugbereitschaft, keine steuerfreie Aufwandspauschale, keine immensen Rentenansprüche und die Bahn Card 100 Erster Klasse müsst Ihr auch wieder abgeben.
Euer Otto, Otto Normalverbraucher


Platz 5: eingereicht von Frau Hoffmann aus Wiesbaden

Hallo Eddi, hier spricht dein Kumpel Steini Bruch.
Seit Tagen kann ich dich nicht erreichen, darum jetzt übers Radio.
Habe alles erledigt wie abgemacht: Das Auto im Hafenbecken versenkt,
die Brecheisen auf den Schrottplatz gebracht, die Klamotten im Park vergraben, und die Klunker liegen sicher im Bootshaus. Dein Flug geht am Sonntag um zwölf vom Flughafen Köln. Das Ticket kannst du am Schalter abholen. Und Eddi, keine Bange - von mir erfährt keiner was.
Grüße, dein Steini


Platz 6: eingereicht von Marianne Martin aus Bad Wildungen

Mein Freund Karl-Heinz Hinkel feiert Samstagabend ab 19:00 Uhr im Ratskeller seinen 50. Geburtstag mit den engsten Freunden. Ich finde, wir sollten ihm eine Überraschung bereiten und mitfeiern. Deshalb spreche ich an: Arbeitskollegen vom VW Werk Kassel, Die Chorfreunde vom Männergesangsverein Concordia, die Sportfreunde vom TV Hesselstein, die Kollegen vom Kirchenvorstand, die Petrijünger vom Angelsportverein, die Bundeswerkammeraden vom Standort Treysa, die Mitstreiter vom Meisterlehrgang 1988, die Klassenkameraden von der Hindenburgschule, Jahrgang 1968, nicht zuletzt die lieben Nachbarn, selbstverständlich alle mit Partner. Wir sehen uns dann Samstagabend 19:00 im Ratskeller, bis dann. Dir werde ich es zeigen, deinen besten Freund nicht einzuladen!


Platz 7: eingereicht von Konrad Glotz aus Ortenburg

Hallo, hier ist der Briefträger Müller,
an all meine Postkunden in der Goethestraße, am Schillerplatz, am Haydnweg, in der Schubertallee, am Mozartplatz und in der Wagnerstraße. Leider war ich heute ein bisschen in Eile, so konnte ich die Postwurfsendung der Metzgerei Schlögel nicht verteilen.
Hier die wichtigsten Angebote: frisches Schweine-Gahacktes 1 kg zu 2,49 € , Rinderbraten aus dem Vorderviertel 1 kg zu 5,49 € , Pressack verschiedene Sorten 100 g zu 0,39 €, Leberkäse ofengebacken 100 g zu 0,39 €, Bauerngeräuchertes mit Wacholderaroma 100 g zu 0,79 €, Vorderschinken mit Fett und Schwarte 100 g zu 0,59 €, Suppenfleisch mit Knochen vom Rind 1 kg zu 3,99 € und Debrecziner feurig scharf 100 g zu 0,79 €.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Platz 8: eingereicht von Dustin Schmidt aus Bremen

Liebe Bewohner des Mars. Ich habe jetzt schon so oft gehört, dass Ihr ab und zu mal zu uns kommt, um den ein oder anderen mitzunehmen. Bei über 6 Milliarden Menschen ist das sicher gar nicht so leicht, deshalb habe ich einen Vorschlag zu machen. Nehmen Sie einfach meine Frau. Sie ist 1 Meter 68 groß, wiegt 68 Kilo, sitzt am liebsten und wollte schon immer mal die Sterne sehen. Ich positioniere sie, die Couch und den Fernseher heute Abend um 20 Uhr 15 direkt unter unserem Fenster, dann können Sie sie einfach mitnehmen. Mit freundlichen Grüßen Herbert Ludmeyer. Ach ja - Rückgabe ist nicht nötig.


Platz 9: eingereicht von Marcel Friedrich aus Zella-Mehlis

Liebe unbekannte Teilnehmerin,
seit nunmehr sieben Wochen melden Sie sich regelmäßig mit Namen „Mehlbox“ auf meinem Handy. Auch wenn mir Ihr Name völlig unbekannt ist, bitte ich Sie den penetranten Telefon-Terror endlich einzustellen. Egal ob beim Kaffee, beim Arzt, beim Kartenspielen oder in der Kneipe – Ihre Anrufe sind nervtötend, doch Ihre Stimme zum verlieben. Habe ich Sie einmal am Telefon, treibt mich Ihre ignorante Art zur Weißglut. Nicht nur, dass Sie so tun als ob Sie mich nicht verstehen würden! Nein: Sie lassen sich nicht unterbrechen, hören nie zu, wiederholen sich immer und immer wieder und beenden das Gespräch ohne Dialog – Sie sind meiner Ex-Frau sehr, sehr ähnlich! Wenn Sie also kein Problem mit Rauchen, Übergewicht und zwischenmenschliche Gespräche haben und dazu noch tolerant zu älteren Männern sind, dann schreiben Sie mir doch endlich mal eine SMS! Meine Nummer haben Sie ja!
Ihr Rainer


Platz 10: eingereicht von Gesine Oye aus Berlin

Hallo Verwandtschaft,
in den letzten drei Jahren haben sich weder der kleine Johann, die Uschi, der Günther, meine liebe Tochter Gabi, mein unfähiger Schwiegersohn Bernd, die drei Neffen Tom, August und Klaus, mein Schwippschwager Achim und erst recht nicht mein lieber Sohn Thomas bei mir blicken lassen.
Aus diesem Grund habe ich heute mein Testament ändern lassen und mein überraschender Lottogewinn in Höhe von 12 Millionen Euro, zuzüglich dem Ferienhaus an der Costa Brava, dem Porsche, den antiken Möbelstücken, dem teuren Porzellangeschirr, der Briefmarkensammlung und den Bundesschatzbriefen in Höhe von noch mal 2 Millionen Euro, gehen an den netten Herrn, aus dem Friseursalon an der Ecke, der immer ein offenes Ohr für mich hatte.
Eure Oma