DANKE AN ALLE RADIOKOLLEGEN

Corona ist aktuell das allumfassende Thema, das uns bewegt, uns umtreibt und auch verängstigt.

Vor allem reißt es uns aber aus unserem Alltag, aus unseren Routinen und zeigt auf, dass viele Dinge, die wir für selbstverständlich erachten, gar nicht so selbstverständlich sind.

Selbstverständlich für 53 Millionen Hörer ist es, den Morgen mit dem Radio zu beginnen – sei es als Wecker, beim ersten Kaffee, beim gemeinsamen Frühstück, unter der Dusche oder auf dem Weg zur Arbeit.

Nicht selbstverständlich ist, dass der Morgen, zumindest für die Hörer, auf die gleiche Weise beginnt. Wir wissen, dass die Radiosender durch die Corona-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt werden. Denn was für alle gilt, gilt eben auch für alle Menschen, die Radio tagtäglich auf Sendung bringen und mit Leben füllen. Wie also hält man das Kontaktverbot unter den Mitarbeitern ein und vor allem – wie schützt man die ganze Belegschaft, die dafür sorgt, dass alles reibungslos läuft? Wie baut man funktionierende Teams auf, die abwechselnd arbeiten, damit nicht der ganze Sendebetrieb durch einen Corona-Infektion zum Erliegen kommt?

Umdenken und weitermachen

Alle Radiosender deutschlandweit haben sich auf die Krisenzeit eingestellt, um ihre Hörer auch weiterhin zu informieren und ihnen Halt zu geben.

Da wird dann schon mal ganz Hörer-Like die Moderation aus der Küche in den eigenen vier Wänden oder im Kindezimmer absolviert, die Technik aus einem Sendewagen gesteuert, oder das geplante Event auf digitalem Weg umgesetzt.

Man könnte es Radio-Anywhere-Office nennen, das in der aktuellen Situation mit viel Kreativität und Engagement umgesetzt wird, um die Hörer mit aktuellen Informationen zu versorgen. Denn Einordnung und Orientierung ist das, was die Menschen derzeit am meisten benötigen. Ob lokale, regionale, nationale oder weltweite Nachrichten – diese Situation zeigt, warum unabhängige Medien so wichtig sind und wir professionelle Journalisten und Nachrichtenteams brauchen. Und ja, auch eine kleine Auszeit von all den Nachrichten ist wichtig. Radio leistet einen großen Beitrag, um Hörer auch mal zum Lachen zu bringen und Freude zu schenken, was genauso wichtig ist in diesen Zeiten.

Damit dies alles aber überhaupt funktioniert, braucht es vor allem auch die Menschen, die man nicht im Radio hört. Denn ohne all die Macherinnen und Macher in den Abteilungen Technik, IT, Marketing, Verkauf, Buchhaltung und Administration in den Sendern, die jetzt auf Hochtouren arbeiten, würde es schlicht und ergreifend Radio in dieser Form und Qualität nicht geben.

Nicht selbstverständlich

Keine Frage - derzeit wird unser aller Leben auf den Kopf gestellt. In unserem Kosmos gibt es große und kleine und vor allem ganz neue Probleme, die es jetzt zu meistern gilt. Es ist immer wieder faszinierend zu hören, wie Radio Distanzen überwindet, Mauern durchdringt und die Hörer zu einer Community vernetzt. Diese einzelnen Communities werden dann zu einer großen Community, die gemeinsam etwas Großes auf die Beine  stellt, was eine ungeheure Kraft erzeugt.

Wir wissen, das alles ist nicht selbstverständlich.

Deshalb an dieser Stelle ein großes Danke an alle Radiomacherinnen und -macher und alle Teams in den Sendern, für das, was ihr gerade leistet!

Radio - ist eben nicht selbstverständlich.