DLM-Hörfunkbeauftragter bittet ARD um Prüfung des geplanten digitalen „ARD Sportradio“ zur UEFA Euro 2012
12.04.2012 14:55
Der Hörfunkbeauftragte der DLM, Dr. Gerd Bauer, kritisiert die gestern bekannt gewordenen Pläne des WDR für „Event. Das ARD Sportradio zur UEFA Euro 2012“

Als „schwere Belastung für die gemeinsamen Anstrengungen von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk zur Förderung von Digitalradio in Deutschland“ hat der Hörfunkbeauftragte der DLM, Dr. Gerd Bauer, die gestern bekannt gewordenen Pläne des WDR für „Event. Das ARD Sportradio zur UEFA Euro 2012“ kritisiert.

Dr. Bauer wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „es bislang ein gemeinsames Verständnis von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk, Landesmedienanstalten, Sendernetzbetreibern und Medienpolitik war, dass Digitalradio in Deutschland nur dann erfolgreich sein kann, wenn es von beiden Pfeilern des dualen Systems getragen ist. Auch die KEF hatte bei ihrer Mittelfreigabe für öffentlich-rechtliches Digitalradio über DAB+ auf diesem gemeinsamen medienpolitischen Ansatz aufgebaut.“ Wenn die ARD nunmehr einen Testballon für ein Sportradio starte, das in publizistischer Konkurrenz zu einem wesentlichen Treiber der Markteinführung von Digitalradio auf der Seite des privaten Rundfunks steht, dann gefährde die ARD damit die Geschäftsgrundlage nicht nur dieses Veranstalters.

„Im Interesse der Fortführung der gemeinsamen Anstrengungen für einen Erfolg von Digitalradio bitte ich die Verantwortlichen auf Seiten der ARD, diesen Einstieg in einen Ausstieg aus dem solidarischen Miteinander für eine digitale Zukunft auch des Hörfunks in Deutschland nochmals zu überdenken“, appellierte Dr. Bauer abschließend.

www.die-medienanstalten.de

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