Erster Radio-Gipfel im Privatfunk

Gerhard Schröder: „Ich komme auf jeden Fall wieder, als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland“Angela Merkel: „Arbeitslosenquote deutlich unter zehn Prozent, keine deutschen Soldaten im Irak“

Berlin, 11. September 2005 – Zum ersten Mal in der Geschichte des Radios strahlen die wesentlichen privaten Hörfunkstationen Deutschlands weitgehend zeitgleich einen einstündigen Talk-Gipfel mit Gerhard Schröder, SPD, und Angela Merkel, CDU/CSU, zur Bundestagswahl aus. Beide zeigen sich im Gespräch mit Radio-Gipfel-Moderator Thomas Koschwitz, der die Kanzlerkandidaten jeweils eine halbe Stunde getrennt voneinander befragte, eine Woche vor der Wahl kämpferisch. Auszüge aus dem Gespräch:

Erster Radio-Gipfel im Privatfunk: Initiator Lutz Kuckuck, Radiozentrale, Bundeskanzler Gerhard Schröder und Moderator Thomas Koschwitz im Gespräch (v.l.n.r.).

Bundeskanzler Schröder ist optimistisch, dass seine Partei bei der Bundestagswahl stärkste Kraft werden kann, „ich will meine Arbeit fortführen.“ Koalitionsaussagen lehnt er ab, schließt aber ein Bündnis mit der Linkspartei kategorisch aus. Im Interview verteidigt er das Arbeitslosengeld II der Hartz IV-Reform: „Es gibt kein Land in Europa, das so großzügig ist“. Zum Thema Steuern und Finanzen sagt Kanzler Schröder, dem Wunsch der Bürger zur Vereinfachung der Steuererklärung bereits Rechnung getragen zu haben: „Ein Arbeitnehmer, der keine zusätzlichen Einkünfte hat, braucht heute lediglich eine DINA 4-Seite für seine Steuererklärung.“

Erster Radio-Gipfel im Privatfunk: Initiator Lutz Kuckuck, Radiozentrale, Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel und Moderator Thomas Koschwitz im Gespräch (v.l.n.r.).

Angela Merkel will die Arbeitslosenquote deutlich unter 10 Prozent senken und sich beim Wachstum „daran messen lassen, dass Deutschland künftig in der Spitzengruppe der europäischen Länder liegt.“ Bei der Debatte um Paul Kirchhoff stellt sie klar, dass im Falle eines Wahlsieges das Unionsprogramm mit einem Spitzensteuersatz von 39 Prozent umgesetzt werde. Zum Stichwort Außenpolitik sagt Angela Merkel, dass es unter ihrer Regierungsführung keine deutschen Soldaten im Irak geben werde. Eine Zusammenarbeit mit der SPD in einer großen Koalition würde für sie Stillstand bedeuten.

Der heute erstmals ausgestrahlte „Radio-Gipfel“ entstand auf Anregung der im Frühjahr gegründeten Gattungsinitiative RADIOZENTRALE. Insgesamt 45 private Stationen übertragen die Sendung mit einer quasi bundesweiten Abdeckung und erwarteten 15 Millionen Zuhörern. „Mit diesem Gipfel hat Privatradio in Deutschland gepunktet und seinen Stellenwert auch in der Vermittlung wesentlicher informatorischer Inhalte eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, so Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der RADIOZENTRALE.

„In einem medialen Wahlkampf wie diesem zeigt das Radio sein Stärke in der Konzentration auf Sprache und Inhalte – ohne dass optische Dinge von den Argumenten ablenken“, so der Journalist und Radio-Gipfel-Moderator Thomas Koschwitz. Der enge Terminplan von Kanzler und Kandidatin in diesem verkürzten Wahlkampf verhinderte in diesem Jahr noch ein direktes Aufeinandertreffen, so dass die beiden Interviews kurz vorher aufgezeichnet und ungeschnitten 1:1 („live on tape“) zur Ausstrahlung gebracht wurden. Koschwitz: „Nach dem Erfolg dieser Sendung und den vielen Hörerfragen im Vorfeld bin ich mir sicher, dass es in Zukunft neben dem TV-Duell auch ein Radio-Duell im engen Sinn geben wird – und das dann am besten live.“

Gerhard Schröder und Angela Merkel nutzen Hörfunk übrigens nicht nur in Wahlkampfzeiten. Der Lieblingssong des Bundeskanzlers stammt von Elvis: „In the Ghetto.“ Und Angela Merkel hört nicht nur auf Wahlveranstaltungen gern „Angie“ von den Rolling Stones.

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Mehr über Thomas Koschwitz erfahren Sie auf www.thomas-koschwitz.de

"Kanzler gegen Kandidatin“  - rechts finden Sie Teile der gemeinsame Spezialsendung von 45 Radiostationen vom 11.09.2005 zum Herunterladen als MP3. Außerdem Stimmen zum Radiogipfel.

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