„Relevanz der Medien für die Meinungsbildung“ – Studie im Auftrag der BLM

Der MedienVielfaltsMonitor der BLM gibt Aufschluss über die Bedeutung der Medien für die Meinungsbildung in Deutschland. Die Ergebnisse der repräsentativen TNS Infratest Studie 2013 belegen, dass die Relevanz von Radio mit Blick auf die Meinungsbildung gestiegen ist (Platz 3 hinter TV und Tageszeitung). Gefragt nach der gestrigen Mediennutzung für die Information über das Zeitgeschehen in Politik, Wirtschaft und Kultur geben 50% der Deutschen das Radio als Informationsquelle an. Damit rangiert Radio bei der täglichen Nutzung als Informationsquelle auf Platz 2 hinter TV.

Bedeutung der Medien für die Meinungsbildung in Deutschland (in Prozent)

Medien 2009* 2011* 2013*
Fernsehen 39,4 40,3 36,9
Tageszeitung 26,1 21,6 22,7
Radio 17,7 18,4 18,9
Internet 12,9 16,5 17,9
Zeitschriften 3,9 3,2 3,6



Die Studie ermittelt, welche Gewichte die Mediengattungen Tageszeitungen, Zeitschriften, Radio, TV und Internet für die Meinungsbildung der Deutschen haben, wenn diese sich „über das Zeitgeschehen in Politik, Wirtschaft und Kultur aus Deutschland und aller Welt informieren“ wollen. Wichtigstes Medium für die Meinungsbildung ist demzufolge nach wie vor das Fernsehen mit einem Gewicht von rund 37 Prozent. Allerdings hat die Bedeutung von TV im Vergleich zu 2011 abgenommen – wohingegen die Relevanz von Radio für die Meinungsbildung im Zeitverlauf als auch zum Vorjahr gestiegen ist.  Demnach entfallen 2013 auf Tageszeitungen 23 Prozent, Radio 19 Prozent, Internet 18 Prozent und Zeitschriften 4 Prozent Meinungsbildungsgewicht.


Gefragt nach der gestrigen Mediennutzung für die Information über das Zeitgeschehen in Politik, Wirtschaft und Kultur geben 50% der Deutschen das Radio als Informationsquelle an. Das Fernsehen ist nach wie vor das wichtigste Medium für die Information und Meinungsbildung (Deutschsprechende Bevölkerung ab 14 Jahre) mit einer Tagesreichweite von 60%. Die Tageszeitung folgt nach dem Radio mit 37% auf Platz 3. Mit Abstand folgen das Internet (25% „informierende“ Nutzer gestern) und Zeitschriften oder Wochenzeitungen (8%).

Im Vergleich zu 2009 hat TV jedoch zwei Prozentpunkte und zu 2011 sogar 14 Prozentpunkte abgegeben. Radio hat gegenüber 2009 um 2,6 Prozentpunkte  auf 50% zugelegt. Die Tageszeitung liegt mit aktuell 37% fünf bzw. sechs Punkte zurück.

Die informierende Internetnutzung ist mit 25% relativ zur Vorwelle stabil und liegt weiter um sechs Punkte über 2009. Internet ist nach wie vor die Gattung, die sich in ihrer sich aktuell informierenden Nutzerschaft am meisten von den anderen unterscheidet. Das Internet trennt Männer und Frauen, formal höher Gebildete von den formal weniger Gebildeten, Jüngere und Ältere. Allerdings nimmt der Anteil der über 50-Jährigen unter den „informierenden Onlinern“ kontinuierlich zu: Er ist von 16% in 2009 über 24% in 2001 auf aktuell 27% gestiegen.

Rechts finden Sie die gesamte Studie der BLM als PDF zum Download.
Die abgebildeten Charts können ebenfalls als PDF heruntergeladen werden. Mitgliedern der Radiozentrale steht der Download ebenfalls als PPTX und PPT zur Verfügung.

Weitere Infos zur Studie und der Ergebungsmethodik finden Sie auf der Webseite der BLM.

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