Web trifft UKW

Mehr als 58 Millionen Menschen schalten in Deutschland werktags ihr Radio ein. Das entspricht einer Tagesreichweite von 79,3 Prozent bzw. acht von zehn der in Deutschland lebenden Einwohner ab zehn Jahren (Quelle: Media-Analyse 2011 Radio II).

Bereits rund 3,2 Millionen Menschen in Deutschland hören täglich Radio über das Internet. Das entspricht sechs Prozent der Bevölkerung. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt der Wert doppelt so hoch: Fast zwei Millionen (12 Prozent) schalten täglich Online-Radio ein. Das zeigt die bundesweite “R@diostudie 2011“ zur Online-Audionutzung im Vergleich zur klassischen Radionutzung via UKW. Die Studie beantwortet aus einer Quelle die Kern-Fragen rund um die UKW- und die Webradio-Nutzung: Was wird, wann, wie, von wem und warum genutzt? Auftraggeber der Studie sind die RBC GmbH, die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH), die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und die Radiozentrale. Durchgeführt wurde die Studie von der FGM Forschungsgruppe Medien GmbH.



Trend: Online-Radio per Smartphone

Die Nutzer von Audioangeboten via Online sind meist junge Männer, gut ausgebildet, urban und besser verdienend. Sie haben eine besondere Affinität zu Internet und Mobile. 40 Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen innerhalb von zwei Wochen Online-Audioangebote. Das sind doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt Online-Radio hören. Lutz Kuckuck, Geschäftsführer Radiozentrale:  „Mehr Wege, mehr Orte, mehr Formate: Die Digital-Strategie für Radio ist aufgegangen! Unsere Investitionen in Web und Mobile sind nachweislich im Markt erfolgreich angekommen.“

Online-Radio stärkt den Hörfunk

Die Studie zeigt zudem, dass die Online-Radionutzung die Tagesreichweite des Mediums Hörfunk insgesamt erkennbar erhöht. Ein Fünftel der Radionutzer schaltet innerhalb von 2 Wochen Radio sowohl via UKW als auch via Online Radio ein. Nur ein Prozent hören Radio ausschließlich via Online. Jeder dritte junge Hörer (14-29 Jahre) nutzt Radio via Online – ohne aber auf den UKW-Empfang zu verzichten.
Fast die Hälfte (46 Prozent) der von den 14- bis 59-Jähringen online gehörten Radio-programmen entfallen auf die Simulcast-Nutzung bekannter UKW-Radiomarken. Weitere 46 Prozent erzielen Web-Only-Sender. Die verbleibenden acht Prozent generieren Personal-Radio-Angebote.

Stand: Oktober 2011

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