Spot und Agentur des Monats Oktober 2008: Die Seebären mit der "Krankenkassenfachfrau"
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 Lutz Kuckuck/Radiozentrale, Jan-Boyke Seemann/Die Seebären
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Die Konsumenten haben entschieden: Beim Publikumspreis für Radiowerbung „SpotCharts“ wählten die Hörer im Oktober 2008 die "Krankenkassenfachfrau" von den Seebären für den Kunden IKK-Direkt zum Spot des Monats. Herzlichen Glückwunsch!
Radiozentrale:
Herr Seemann, Ihnen und dem verantwortlichen Team Gratulation zum Hörer-Award. Das Publikum hat sich im Oktober 2008 für eine Spotform entschieden, die nicht allzu häufig im Radio anzutreffen ist: ein Audio-Stellenangebot. Haben Sie damit einen Nerv der Zeit getroffen?
Jan-Boyke Seemann: Erstmal natürlich ein dickes „DANKESCHÖN“ an die Hörer und User, die unseren Spot gewählt haben! Das hat uns mächtig gefreut. Ob wir da nun direkt einen Nerv der Zeit getroffen haben, wissen wir nicht. Fakt ist aber, dass nach unserer Schaltung erstaunlich viele Jobangebote, auch von anderen Krankenkassen, on air zu hören waren …
RZ:
Was war der ausschlaggebende Punkt, hierbei auf Radio zu setzen?
JBS: Unser Kunde war mit den klassischen Schaltungen im Print nicht zufrieden. Dazu kommt, dass wir auch schon zusammen podcasten, da war der Weg zum Radio nicht mehr weit. Außerdem ist dieses Medium im Verhältnis zu Print sehr kostengünstig, was immer wichtiger wird.
RZ:
War das für den Kunden eine Radio-Premiere? Mit welchem Erfolg?
JBS: Ja, das war tatsächlich eine Radiopremiere. Der Erfolg war sehr groß. Unser Kunde hat uns mitgeteilt, dass das gewünschte Personal gefunden wurde. Außerdem sei das Feedback, also die Anzahl und Qualität der Bewerbungen, höher als bei Anzeigen in den beiden lokalen Tageszeitungen gewesen.
RZ:
Mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen – so lautet der Subclaim der Gattungsspots pro Radio. Die Radiobranche spricht in ihrer Kampagne Hörer und insbesondere Mediaplaner an. Verfolgte der Kunde IKK-Direkt neben der Suche nach Bewerbern auch (indirekt) ein weiteres Kommunikationsziel für die gesamte Hörerschaft?
JBS: Die Ausschreibung von Stellen ist ja auch immer ein Signal, dass es dem Unternehmen gut geht…
RZ:
Der Gewinnerspot war verlinkt mit dem Onlineangebot des Kunden. Radio als Navigator, Internet als vertiefende Hintergrund-Plattform. Entdeckt die Werbewirtschaft dieses „Dream-Team“ Ihrer Erfahrung nach zunehmend?
JBS: Auf jeden Fall. Die Verknüpfung von Audio und Online ist ja, neben der klassischen Produktion, unser Kerngeschäft. Die Nachfrage bei guten Podcasts nimmt permanent zu, und die Kunden verstehen immer mehr, dass crossmediale Umsetzungen erfolgreicher sind als klassische Kampagnen.
RZ:
Ein bißchen was über die Arbeitsschwerpunkte Ihrer Agentur haben Sie bereits genannt. Wir würden auch gern mehr über die Macher hinter dem Gewinnerspot erfahren…:
JBS: „Pelzig und gut“ ist unser Claim. Da steckt schon ne Menge Wahrheit drin… Nein, Spaß beiseite. Wir sind im Moment fünf Seebären, demnächst sechs, die sich im Bereich Werbung, Planung und vor allem Audio tummeln. Ein Grafiker, eine PRlerin, unsere "Projektperle", die intern mit „sanftem Druck“ dafür sorgt, dass wir alles richtig ab- und ausliefern, und natürlich unser "Medien-Seebär" Jörn Schaar. Seine primäre Aufgabe sind die Produktionen. Zum Jahresbeginn kommt dann noch ein Außendienstler hinzu. Und ich darf auch noch etwas mitspielen.
Das Interview führte Susanne Baldauf.
Den Gewinnerspot des Monats Oktober können Sie
hier anhören.
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