Digitalisierungsstudie zur mobilen digitalen Mediennutzung
Zusammenfassung
| Auftraggeber |
FGM Forschungsgruppe Medien mbH |
| Zielgruppe |
Onliner 14+ |
| Fragestellungen |
Gegenwärtige und künftige Nutzung sowie Potenzial verschiedener Handyfunktionen |
| Erschienen |
März 2009 |
| Land |
Deutschland |
Zielsetzung
Das Handy ist der vielseitigste mobile Begleiter, es wird längst nicht mehr nur zum Telefonieren genutzt, es bietet seinen Nutzern zahlreiche weitere Funktionen. Dazu zählen das Verfassen und Abrufen von E-Mails, die mobile Internetnutzung, Radiohören sowie mobile TV.
Die Studie soll zeigen, in welchem Umfang diese und andere Funktionen am Handy gegenwärtig genutzt werden bzw. welches Potenzial diese bei den Nutzern haben. Diese Daten wurden auch vor dem Hintergrund soziodemografischer Faktoren (Geschlecht, Alter, Einkommen, Bildung) untersucht.
Hinsichtlich des Interesses an mobilen digitalen Medienangeboten wurde bei den Befragten zwischen drei Nutzertypen unterschieden – den Innovatoren, der Mehrheit und den Nachzüglern. Die Innovatoren haben die mobile Mediennutzung bereits für sich erkannt, vor allen den mobilen E-Mail-Empfang oder mobiles Fernsehen. Es zeigt sich aber auch, dass vorwiegend die technik-affinen Personen die mobilen Angebote nutzen, da der Zugang ohne umfangreiches Technik-Know-how nur schwer möglich ist.
Studienanlage
Telefonbefragung, Oktober/ November 2008
Stichprobe: ca. 2000 Onliner ab 14 Jahren
Verfügbarkeit
Ohne Handy geht es scheinbar nicht mehr, denn nur zwei Prozent aller Befragten besitzen kein Handy. Ein Viertel der Befragten besitzt sogar zwei bis vier Geräte. Fast jeder Dritte mit einem monatlichen Bruttoeinkommen besitzt mehrere Handys.
Dabei verfügt das mobile Endgerät über vielfältigste Funktionen, wie Internetzugang, E-Mail-Verkehr, MP3-Player, Kamera sowie Radio und Fernsehen. Zwar sind diese Funktionen bei den meisten Befragten verfügbar, sie werden jedoch gar nicht oder sehr unterschiedlich genutzt. Zu den Favoriten zählen Fotografieren (74 Prozent), MP3-Nutzung (40 Prozent) und Radiohören
(27 Prozent). Dass aber viele Befragte die an ihrem Handy verfügbaren Funktionen nicht in Anspruch nehmen, zeigt sich besonders deutlich bei der Internetnutzung. Nur ein Vierteil der internetfähigen Mobilfunkgeräte geht auch wirklich online. Besser sieht hingegen die Nutzung von Handyfernsehen aus. Ein Drittel aller empfangstauglichen Handys wird auch wirklich zum TV-Empfang genutzt.
Technische Verfügbarkeit und Nutzung von Handy-Funktionen

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Fotografie, Internet und E-Mail sind am häufigsten verfügbar. Die Handy-Fotografie wurde von den meisten Befragten auch schon genutzt. Die Nutzung von Internet und E-Mail liegt deutlich hinter der technischen Verfügbarkeit.
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Die mobile Zukunft
Großes Potential für die künftige Nutzung haben der mobile E-Mail-Verkehr und der mobile Internetzugang, dies äußern v.a. die Innovatoren (70 Prozent). Auch mobilen Radio- und Fernsehempfang wollen die Befragten zukünftig stärker nutzen. Etwa ein Fünftel der Handynutzer will zukünftig verstärkt Handy-TV nutzen und 45 Prozent hören zukünftig vermehrt Radio über ihr Mobilfunkgerät.
Das Fotografieren mit dem Handy ist die einzige Funktion, die zukünftig weniger genutzt wird, hier ist eine rückläufige Entwicklung erkennbar.
Deutlich wird auch, dass Personen mit einem höheren Monatseinkommen intensiv den Empfang von E-Mails und den Interzugang nutzen und hier auch großes Potential sehen. Das Potential von Musikhören wird besonders von Personen mit einem niedrigen Einkommen (unter 1.500 Euro) als hoch eingeschätzt.
Nutzung und Potential von Handyfunktionen

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Bei der Internetnutzung und den E-Mails zeigt sich das größte Potenzial. Auch die künftige Fernsehnutzung über das Handy lässt deutliches Potenzial erkennen. Fotografieren mit dem Handy ist als einzige der Handy-Funktionen ausgereizt und rückläufig.
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Fazit
Die Ergebnisse der FGM-Digitalisierungsstudie zeigen deutlich, dass die mobilen Angebote noch große Hürden hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit aufweisen. Die Geräte sind oft zu schwer zu bedienen, bzw. ist der Zugang zu diversen Angeboten zu kompliziert. Die Mediennutzung wird in Zukunft wesentlich mobiler stattfinden. Das ist derzeitig nur in geringem Maße der Fall, die fehlende Benutzerfreundlichkeit der Handys und der mobilen Angebote ist noch großes Problem für viele Nutzer. Hier sind vor allem die Endgerätehersteller sowie die Content-Anbieter gefragt, der Kunde muss sein Handy vernünftig bedienen und die gewünschten Informationen problemlos abrufen können.
Steckbrief der Studie
| Titel | FGM Digitalisierungsstudie |
| Stichprobe | ca. 2000 Online ab 14 Jahren
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| Methode | Online-Befragung |
| Feldzeiten | Oktober/ November 2008 |
| Institut | FGM Forschungsgruppe Medien mbH |