Spot des Monats März 2009: Die Media-Paten für "MediMax Thüringen"
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 v.l.n.r.: Die "Media-Paten" Kevin Grieser und Uwe John (Text und Kreation)
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Der Spot "MediMax Abwrackprämie" der Media-Paten für den Elektromarkt "MediMax Thüringen" hat im März 2009 den ersten Platz beim Spotchart-Voting belegt. Herzlichen Glückwunsch!
Wir sprachen mit Uwe John und Kevin Grieser von den "Media-Paten" aus Leipzig über Hintergründe zum Spot sowie Trends und aktuelle Gegebenheiten speziell im regionalen Werbemarkt:
Radiozentrale (RZ): Glückwunsch zum Spot des Monats – Sie haben direkt die Ohren des Publikums überzeugt. Wie werten Sie diese Auszeichnung?
Die Media-Paten (Uwe John): Sie ist umso wichtiger, als wir zum ersten Mal einen Radiospot zur Abstimmung vorgelegt haben. Auf den Sieg hatten wir uns wenig Hoffnung gemacht, da der Spot weder auf einer ausgefallenen Idee noch auf „großem Theater“ basiert, sondern mit relativ sparsamen Mitteln eine Aktion bewirbt. Die Message wird ja nur über die Stimme transportiert.
RZ: Was war dann Ihrer Einschätzung nach der ausschlaggebende Faktor für das Publikum, Ihren Spot auf das Siegertreppchen zu setzen?Uwe John: Natürlich die Stimme! Mit der Stimme von Eddie Murphy verbindet der Hörer Action, Coolness, Wortwitz und Ausgeflipptheit. Sie vermittelt den MediMax-Claim „Verrückt nach Technik“ optimal.
RZ: Abverkaufsstarke Medien punkteten im ersten Quartal – die PKW-Branche und die Abwrackprämie spielten dabei eine deutliche Rolle. Sie drehen dieses Thema weiter und bieten eine Prämie für Kühlgeräte. Haben Sie schon erste Ergebnisse, wie dies vom Kunden angenommen wird?
John: MediMax plant weitere Funkproduktionen mit derselben Stimme. Denn nachdem der Spot ein paar Mal gelaufen war, waren bei MediMax nicht nur alle beworbenen Produkte ausverkauft, sondern auch alle Eddie-Murphy-Filme und der Soundtrack von Beverly Hills Cop.
RZ: Setzte MediMax bereits vor der rückläufigen Konjunkturlage auf Radio? Wenn ja, waren das ausschließlich Abverkaufsspots oder kamen auch Imagespots zum Einsatz?
John: MediMax in Thüringen nimmt die Radiowerbung sehr ernst und nutzt das Medium Funk auch für die Kommunikation von Image. Aber bei den großen Elektronik- und Hausgerätemärkten stehen die Aktionen natürlich im Vordergrund.
RZ: Der Gewinner-Spot ist ebenfalls klar auf Abverkauf ausgerichtet. Viele promotionale Spots werden häufig als zu „marktschreierisch“ empfunden. Wie beugen Sie dem vor? Oder anders gefragt: Wie klingt Abverkauf am wirkungsvollsten? John: Wir versuchen, die abgedroschensten Klischees zu vermeiden. Mittlerweile hat sich aber auch bei den Kunden herumgesprochen, dass die „Brüllnummer“ nicht unbedingt das Mittel der Wahl ist. Wir setzen verschiedene kreative Mittel ein, aber ob wir die verraten sollen …? (lacht)
RZ: Aber vielleicht verraten Sie uns doch zumindest, ob Sie bei den kreativen Faktoren derzeit einen Trend ausmachen können? Sprich: Gibt es besonders nachgefragte Spotarten, Stimmen, Stil- und Soundmittel?
John: Aktuell häufen sich tatsächlich die Nachfragen nach Kinderstimmen, das ist auffällig. Und gern spricht auch derzeit der Chef die potentiellen Kunden persönlich im Spot an, um Authentizität, Glaubwürdigkeit, Nähe und persönliche Ansprache bzw. Service zu dokumentieren.
RZ: Als Media-Pate begleiten Sie ihren Kunden und sind nah dran an seinen Zielen und Wünschen. Was muss Radio Ihrer Meinung nach tun, um zurückhaltende Kunden für die Stärken von Radio zu interessieren?
John: Der Kunde muß wissen, dass ein Funkspot sein Schaufenster ist, ein Teil seines Images - genau wie seine Homepage. Deshalb sind schlecht produzierte, inhaltlich peinliche, ungeschickt formulierte und mit Text vollgestopfte Funkspots Gift. Das ist es, was wir auf der produktionstechnischen Seite betonen.
RZ: Und jetzt hat der Media-Pate selbst das gewichtige letzte Wort: Ihr persönlicher Wunsch, Ihre Anforderung für ein stärkeres Radio-Deutschland?
John: Wir wünschen uns, daß ein Funkspot nicht als Massenware wahrgenommen wird, sondern als wertiges Produkt, in dem Kreativität und Handwerk stecken und in dessen Qualität sich der Anspruch und die Einzigartigkeit des Kunden widerspiegeln.
RZ: Wir würden gern noch ein bisschen hinter die Kulissen Ihres „Familien“-Unternehmens blicken.
John: Die Hüte und Geigenkästen liegen in unseren neuen Räumlichkeiten tatsächlich parat, Tresore und Goldbarren befinden sich im Keller. Geständnisse, Bekenntnisse und Geschichten rund um die Media-Paten gibt es auf unserer Homepage, die demnächst in neuem Glanz erstrahlt. In Kürze vermitteln wir nämlich die bekanntesten und heißesten deutschen Synchronstimmen für alle erdenklichen Sprachaufnahmen – bundesweit. Da ließen wir es uns natürlich nicht nehmen und haben uns selbst auch einmal synchronisieren lassen – für Sachsen eigentlich naheliegend. Das Ergebnis gibts zu hören und zu sehen auf:
www.media-paten.com.
RZ: Ihr Clan wird also größer - wir sind gespannt und wünschen auch dafür viel Erfolg. Dank für das Gespräch.
Hier können Sie den Gewinnerspot auf www.spotcharts.de anhören.