Spot des Monats November 2009: Bescherung für die Seebären aus Kiel und die Kindernothilfe
Gerade vor Weihnachten treffen Social Spots auf offene Ohren. Auch die Spotchart-Community hat beim Spendenaufruf für das Naturkatastrophengebiet in Südostasien sehr genau hin gehört und den Spot der Kindernothilfe als Lieblingsmotiv im November auserkoren. Wir sprachen mit Jan-Boyke-Seemann, Geschäftsführer der betreuenden Agentur „Die Seebären“, über das Thema Social Spots:
RZ: Zunächst Glückwunsch zum Monatssieg, den diesmal ein ganz leiser Spot für sich beansprucht hat. Der Spot kam sicherlich auch zur richtigen Zeit an die Ohren der Hörer. Was raten Sie sozialen Einrichtungen wie der Kindernothilfe, die ja nicht nur zur Weihnachten Gehör finden dürfen, beim saisonalen Einsatz ihrer Spots?
Jan-Boyke Seemann: Sie eben zur richtigen Saison einzusetzen… Wobei wir ja auch schon bei einem anderen Spot für die Kindernothilfe gesehen haben, dass diese Themen nicht nur zur „Herzschmerzzeit“ passen. Beim Gewinnerspot geht es ja um ein ganz konkretes, direktes Drama, für das gespendet werden sollte.
RZ: Ihr Spotmotiv kommt sehr sachlich-seriös daher, fast im Nachrichtenjargon. Die Emotionalität wurde vornehmlich durch die Musikhinterlegung erreicht. Warum diese zurückhaltende Tonality? Wie lautete die Zielsetzung des Kunden?
JBS: Man kann unserer Meinung nach solche Themen nicht mit Schweinbauch-Spots darstellen. Es darf natürlich auch nicht immer die Tränendrüse sein. In diesem Fall wollten der Kunde und wir ein nüchternes, aber trotzdem aktivierendes Thema finden. Es scheint geklappt zu haben…
RZ: Wobei und wie kann Radio gerade sozial-caritativen Einrichtungen helfen, um Betroffenheit, Mitgefühl und letztlich Spendengelder auszulösen?
JBS: Radio kann ja unserer Meinung nach fast alles. Dementsprechend sind die Möglichkeiten auch für karitative Organisationen sehr groß. Man kann sowohl informieren, als auch Spendenmöglichkeiten bewerben. In Kombination mit den potentiellen Reichweiten und der Emotion im Spot ist Radio mal wieder ein Supertool.
RZ: War dieser Spot Teil einer (crossmedialen) Kampagne – wenn ja, wie war/ist er eingebunden?
JBS: Das Hauptmotiv, also der Anlass für die Spendenaufrufe, wurde auch im klassischen Print und Online eingesetzt.
RZ: Gibt es im Bereich Social Spots Trends, die Sie ausmachen können?
JBS: Ich habe im November die Ehre gehabt in der Jury vom deutschsprachigen Hörfunk-Award „Das Goldene Ohr“ sitzen zu dürfen. Dort haben wir auch Spots ausgezeichnet, die sehr „leise“ und emotional waren. Social Spots sind ja noch relativ „jung“ im Radio, so dass im Moment wohl noch kein wirklicher Trend auszumachen ist. Fakt ist, dass es wirkungsvolle Spots sein müssen. Eben nicht nur beim Sprecher sondern auch beim Sounddesign.
RZ: Wir würden auch gern mehr über die Macher hinter dem Gewinnerspot erfahren …:
JBS: Wir Seebären haben im November unseren fünften Geburtstag gefeiert und blicken schon mit gewissem Stolz auf das Erreichte zurück. Trotzdem oder gerade deshalb wird sich 2010 einiges sehr Einschneidendes ändern. Das Team wird sich ändern, der Beratungsfaktor zum Thema Crossmedia wird noch höher gehäng,t und wir haben in den Bereichen Online- und Social Media Marketing weitere wichtige Projekte am Start. Es bleibt also spannend in Kiel …
Mehr Infos unter
www.die-seebaeren.de
Hier können Sie den Gewinnerspot auf www.spotcharts.de anhören.