Deutscher Medienkongress 2012: Radio-Gipfel zum Thema "Zukunft Radio"
Zum Jahresauftakt traf sich am 17. und 18.1.2012 die Werbe- und Medienbranche zum Deutschen Medienkongress in Frankfurt/Main. Der Kongress fand zum vierten Mal auf Einladung des Fachmagazins Horizont und der Conference Group in der Alten Oper statt, zeitlich angedockt an den Award „Männer und Frauen des Jahres“ (17.1.). Namhafte Radiovertreter diskutieren in zwei Panels die Zukunft ihres Mediums. Die Radiozentrale unterstützte den Kongress als Sponsor und bot ihren Mitgliedern Kombi-Eintrittstickets zum Vorzugspreis.
v.l.n.r: J. Paperlein, B. Bahners, E. Schneiderbanger, F. Ruckert, E. Raff, R. Heuel
Radio-Gipfel "Zukunft Radio"
Diskussion: Radio – neue Konzepte, Strategien und Preismodelle Es diskutierten: Bernhard Bahners, Geschäftsführer radio.de
Ralf Heuel, Geschäftsführer Kreation und Partner GRABARZ & PARTNER Werbeagentur
Esther Raff, Vermarktungsexpertin
Florian Ruckert, Vorsitzender der Geschäftsführung RMS
Elke Schneiderbanger, Geschäftsführerin ARD-Werbung SALES & SERVICES
Moderation: Juliane Paperlein, Ressortleiterin Medien HORIZONT
Resümee: Die markantesten Statements
R. Heuel, Grabarz und Partner: "Vor lauter digitaler Revolution weiß keiner so genau, wo die Bastille ist."
Bernhard Bahners, radio.de: "Die groesste Herausforderung fuer uns ist es, die mobile Reichweite [60% des Traffics] mit Display- und Audiowerbung umzusetzen."
Florian Ruckert, RMS, gab bekannt: "RMS vermarktet kuenftig das Fußballradio 90elf im Webcastbereich."
Ralf Heuel: "Die Staerke von Radio ist kreativ auch seine Schwaeche. Machen wir mal schnell einen Radiospot ...Und fügte provokant hinzu: Schlechte Spots mit Abschaltfaktor muessten eigentlich teurer bezahlt werden .."
Elke Schneiderbanger, AS&S Radio: "Wir muessen vor allem auch im Umgang mit den Werbebloecken kreativer werden!"
F. Ruckert prognostizierte fuer 2012 nochmals "deutliches Wachstum im Bereich Handel fuer Radio". Hauptfrage für die Zukunft werde sein, "wie wir das starke Online-Wachstum im Bereich Display und Video in den Audiobereich verlaengern koennen."
R. Heuel: Radio + Mobile seien ein Dreamteam beim Location Based Marketing. Seine Idee für den Handel: saisonal oder wetterbedingte zeitlimitierte Coupons auszuliefern, die an Kassensysteme angedockt sind.
RMS-Chef Ruckert ist sicher, dass ein 7%-Bruttowerbemarktanteil sogar überschritten werden könne, wenn auch noch nicht 2012.
E. Schneiderbanger könnte sich schon fuer 2012 einen Marktanteil v. 6,9% brutto vorstellen und sieht den Grund in der Abverkaufsstaerke in Zeiten der Eurorezession.
Esther Raff prognostiziert: "Radio kommt über einen 7%igen Werbemarktanteil, wenn Programmanbieter und Vermarkter enger zusammen arbeiten und weitere Kooperationen eingehen." Sie bedauerte, dass Radio seine Innovationsfaehigkeit und Vorreiterrolle in der Interaktivitaet nicht transportiert bekommt.
B. Bahners: "Radio wird wachsen, wenn es digitalen Chancen nutzt. Dafuer muss es sich veraendern! Und das in den naechsten 18 Monaten!"
Und Ralf Heuel schloss die Runde mit dem Appell, mehr Geschichten via Radio zu erzaehlen! Und: "Kreative sollten mehr Energie in Radio stecken statt die Hörer nur zu beschallen."
Impressionen Radiopanel und -besucher
Mobile-Gipfel "Zukunft Mobile"
Diskussion: Mobile – der lange Weg zum Durchbruch Es diskutierten: Frank Bachér, Geschäftsführer Marketing & Sales InteractiveMedia – Deutsche Telekom Gruppe
Kristian Kropp, Geschäftsführer RPR1. und bigFM
Lars Lehne, Country Director Agency Google Germany
Paul Mudter, Geschäftsleiter Interactive IP Deutschland
Stephan Noller, CEO nugg.ad AG
Carsten Thierbach, vormalig Leiter Marketing & Werbung neckermann.de
Oliver von Wersch, Leiter Mobile und Geschäftsführer G+J EMS
Moderation: Volker Schütz, Chefredakteur HORIZONT
Statements zu Mobile und Radio
„Mobile ist ein Glücksfall für Radio“, brachte es Kristian Kropp, Geschäftsführer RPR1. und bigFM, beim Mobile-Gipfel auf den Punkt. "Mobile ist vor allem ein Treiber fuer junge Musikmedien!"
Und weiter: "In punkto Mobile muss es gelingen, die Zielpersonen Teil des Storytellings werden zu lassen."