Von der Idee zur Umsetzung.

Schritt für Schritt zu guten Spots. Vom Briefing über die Konzeption bis hin zur Produktion.Und wie das geht? Einfach reinhören und mit 19 Tipps in bester Audiospot-Manier zu guter Radiowerbung.

Für die folgenden 20 Tipps zeichnen Ralf Heuel (Grabarz & Partner – CD/Text), Franziska Mattes, Denise Ewald (Grabarz & Partner – Beratung) und Torsten Hennings (Studio Funk, Hamburg – Tonmeister/Co-Regisseur) verantwortlich.

1. Ausdauer.

Keine Panik, wenn Dir nicht sofort was Geniales einfällt. Nicht das Aufschreiben einer Idee ist der Beruf des Texters, sondern die Suche nach dieser Idee.

2. Agentur-Auswahl.

In einem schlechten Laden machst Du kein gutes Zeug. Suche Dir Deine Agentur und Deinen CD sorgfältig aus. In guten Agenturen ist Radio keine Nebensache.

3. Briefing.

Ein gutes Radio-Briefing ist kurz und konzentriert sich auf einen Punkt. Wenn schon der Texter die Inhalte nicht behalten kann, wie soll es dann der Hörer können?

4. Wortspiele.

Bevor Du etwas Mittelmäßiges aufnimmst, nimm lieber gar nichts auf.

5. Aufmerksamkeit.

Nicht der Lauteste kriegt Aufmerksamkeit und Sympathie, sondern der Interessanteste. Belohne die Menschen fürs Zuhören, indem Du ihnen etwas Spannendes erzählst. Nicht, indem Du sie anschreist.

6. Locations.

Nirgendwo sind Locations günstiger als im Funkstudio. Denk also ruhig groß, wenn Du Radiospots entwickelst. Ein Spot, der auf dem Mond spielt, kostet im Studio genauso viel wie einer, der in Mannheim spielt.

7. Timing.

Alles passt irgendwie in 30 Sekunden. Aber nicht alles klingt dann gut. Mach Deine Scripte so kurz es geht. Sprich sie laut. Und überprüfe die Länge mit der Stoppuhr. Bevor Du ins Studio gehst.

8. Dialog.

Nicht jeder Funkspot braucht einen Dialog. Wenn Du Dialoge schreibst, schreib so, wie Menschen wirklich sprechen. Und pack komplizierte Informationen lieber sauber in einen Off.

9. Jingles.

Kein Text der Welt wird besser, nur weil man ihn singt. Jingles kosten Zeit und Geld. Und machen Spots in den seltesten Fällen besser.

10. Pre-Test.

Diskutier Deine Radio-Ideen mit Menschen, denen Du vertraust. Wenn es geht, bei passender Gelegenheit.

11. PPM.

Besprich Deine Skripte mit dem Tonmeister, bevor Du sie zum Kunden schickst. Mach vor jeder Produktion ein PPM. Je besser Du, der Tonmeister und das Studio vorbereitet seid, desto besser wird der Spot.

12. Abstimmung.

Einen Funkspot muss man hören, nicht lesen. Präsentiere Deine Scripte beim Kunden per Telefon, indem Du sie ihm vorspielst. Nur dann kann der Kunde den Spot beurteilen. Schicke niemals Manuskripte per Mail zum Kunden.

13. Studiowahl.

Such Dir Dein Funkstudio nach Erfahrung, Ambition und bisher produzierten Spots aus. Nicht nach Catering-Angebot oder Anzahl der Playstation-Spiele.

14. Casting.

Nichts, nichts, nichts ist wichtiger als ein sorgfältiges Casting. Was Schauspieler im Film sind, sind Stimmen im Radio.

15. Regie.

Nicht jeder erstklassige Texter ist ein erstklassiger Regisseur. Lerne bei anderen, wie man Regie führt. Oder gib Deine Idee einem Funkregisseur, der im Studio das Beste aus ihr rausholt.

16. Durchsetzungs-
      vermögen.

Hörern und Kunden ist es egal, wie dufte es im Studio war. Sei daher bei Produktionen freundlich, höflich, hartnäckig, kleinlich, unnachgiebig, pingelig und ausdauernd. Und geh erst raus, wenn Du hast, was Du willst.

17. Teamwork.

Das Produzieren von Funkspots ist genauso ein kreativer Prozess wie das Schreiben selbst. Wer zu diesem Prozess nichts beiträgt, stört. Beim Schreiben. Und im Studio.

18. Musikauswahl.

Die Musik, die Dir gefällt, muss nicht allen gefallen. Denk an die Zielgruppe. Und such Dir im Zweifel Profis, die Dir bei der Musikauswahl helfen.

19. Selbstsicher.

Werde täglich nervös, dann wirst Du täglich besser. Wenn Du glaubst, dass Du gut bist, bist Du es ziemlich sicher nicht mehr.

Credits.

CD/Text: Ralf Heuel;
Beratung: Franziska Mattes, Denise Ewald;
Produktionshaus: Studio Funk, Hamburg;
Tonmeister/Co-Regisseur: Torsten Hennings

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